G.I. Blues  /  Cafe Europa 

Inhalt:

Drei amerikanische Soldaten, die ihre Dienstzeit in Deutschland ableisten, haben sich zu einer Musik-Combo zusammengeschlossen und spielen in ihrer freien Zeit zum Tanz auf. Sie hoffen, dadurch genug Geld zu verdienen, um später drüben einen Nachtklub aufziehen zu können. Die Combo bilden der Panzerschütze Tulsa McLean (Elvis Presley), der Fahrer Cooky (Robert Ivers und der Funker Rick (James Douglas). Aus heiterem Himmel wird Tulsa ausgewählt, für einen plötzlich Verssetzten Kameraden eine Wette zu Ende zu führen: er  kann für sich und seine Kameraden 300 Dollar gewinnen, wenn es ihm gelingt, mit der als temperamentvoll bekannten Tänzerin Lili (Juliet Prowse) eine Nacht zu verbringen, der man aber auch nachsagt, dass sie an Stelle des Herzens ein Stück Eis in der Brust tragt. Eine Landserwette wie sie im Buche steht. Tulsa bemüht sich so eifrig, Geld und Wette zu gewinnen, dass er sich schließlich allen Ernstes in Lili verliebt. Denn er hat bei einem Bummel durch Frankfurt festgestellt, die Tänzerin ist gar nicht „so“. Auf jeden Fall ist sie besser, als ihr Ruf. Auch Lili beginnt sich für Tulsa zu interessieren, und eines Tages lädt sie ihn in ihr Appartement ein. Tulsa will sich aber daraus keinen billigen Vorteil verschaffen und verabschiedet sich bald. — Tulsas Combokamerad Rick und dessen Braut Maria (Sigrid Maier) bitten ihn, als Babysitter einzuspringen. Aber Tulsa wird mit dem lebhaften Baby nicht fertig und ruft händeringend Lili an, damit sie ihm helfe. Diese fordert ihn auf, mit dem Baby in ihre Wohnung zu kommen. So  begibt  sich   denn   Tulsa   zu   abendlicher Stunde, das Baby in einem verhängten Wäschekorb bei sich, abermals in Lilis Appartement und verbringt dort die Nacht, getreu seinem Babysitter-Auftrag und — der Wette. Denn die auf der Lauer liegenden Kameraden vermuten in dem Korb natürlich etwas ganz anderes. Am nächsten Tag finden Proben für eine große Soldatenschau statt, bei der auch die Tänzerin Lili und die Combo mitwirken.   Tulsas   Feldwebel prahlt   dabei   mit   dem nächtlichen „Erfolg" seines   Panzerschützen und so erfährt Lili zu ihrer maßlosen  Enttäuschung von der Rolle, die ihr zugedacht war, - In der Zwischenzeit hat auch Tulsas vorgesetzter Offizier von der Wette erfahren, und er will ihn strafversetzen. Außerdem fühlt er sich Lili gegenüber zu einer. Entschuldigung verpflichtet. So erfährt sie nun auch von der Wette, und sie glaubt empört, dass Tulsa die Babysitter-Geschichte nur zum Vorwand genommen hat, um die Nacht mit ihr zu verbringen, damit er die Wette gewinnt. Aber Rick und Marla können Lili schließlich davon überzeugen, dass ihnen Tulsa in seiner Eigenschaft als Babysitter tatsächlich nur einen Gefallen getan hat. Erleichtert verzeiht sie ihm und gesteht ihm sogar, dass sie ihn liebt. Daraufhin macht Tulsa aus seinem Herzen auch keine Mördergrube, und aus der beinahe verfahrenen Geschichten noch ein herzerfreuendes Happy-End. Original Text Illustrierte Film-Bühne Nr. 5581, 1960.

Songs:

G. I. Blues; Tonight Is So Right for Love; Frankfurt Special; Wooden Heart; Pocketful of Rainbows; Didja Ever?; What's She Really Like?; Shoppin' Around; Big Boots; Doin' the Best I Can, Blue Suede Shoes.

 

Produktion: Hal B. Wallis Productions (Hollywood) / Paramount.  Produzent: Hal B. Wallis. Regie: Norman Taurog. Drehbuch: Edmund Beloin und Henry Garson.  Musik: Joseph J. Lilley. Kamera: Loyal Griggs.

Originallänge: 104 min.  Länge der deutschen Fassung: 103 min. Uraufführung: 20.10.1960.  Deutsche Erstaufführung: 23.12.1960. Fernsehen: Erstausstrahlung (BR) am 03.03.1979.

Elvis Presley ( Tulsa McLean ) Synchronsprecher: Rainer Brandt.


Schon im August 1959 kommt der Hollywood-Produzent "Hal Wallis" zu Elvis nach Bad Nauheim. Er trifft sich mit Elvis, um mit ihm über die nach seiner Militärzeit geplanten Filmprojekte zu sprechen.

Drehbeginn am 26 April.1960 bis 24. Juni 1960. Für die Außenaufnahmen in Deutschland stand im Spätsommer 1959 das Double T. W. Creel vor der Kamera.

Außenaufnahmen in Deutschland: Friedberg, Frankfurt, Wiesbaden-Biebrich, Winterstein, Idstein, Eltville, Bingen und Rüdesheim auch der weiße Reindampfer "Bonn" der Köln- Düsseldorfer wurde für Aufnahmen gechartert.

Der ursprüngliche Filmname für Elvis war Tulsa McCauley, wurde aber geändert in Tulsa McLean.

Während der Dreharbeiten war Elvis Gastgeber für den König und die Königin von Nepal, für den König und Königin von Thailand und die Prinzessinnen von Schweden, Norwegen und Dänemark.

Paramount startete für den Film eine Talentsuche nach Zwillinge, die "Tiger" spielen sollten. So wurden 3 Zwillingspärchen, Alter ca. 1 Jahr, für die Aufnahmen engagiert, da es gesetzlich u. a. nicht erlaubt war, mehr als 2 Stunden mit ihnen vor der Kamera zu arbeiten. Sie erhielten eine Gage von 22,05 $ pro Tag und ihre Namen waren: Kerry Charles & Terry Earl Ray, David Paul & Donald James Rankin, Donald Clark & David Clark Wise.

Während der Dreharbeiten übte Elvis Karate und verletzte sich an der rechten Hand. Dies kann man auch deutlich auf der Rückseite der LP "G. I. Blues" erkennen.

Weiter in Arbeit.